Die letzte “hart aber fair”-Sendung habe ich ausgeschaltet, weil der joviale altherren Charme Herrn Karaseks nicht mehr f?r mich zu ertragen war; eine viel sehr zu untersch?tzte Einrichtung, die es bei “hart aber fair” gibt, ist der sogenannte Faktencheck.
Am Folgetag der Sendung werden von redaktionell beauftragten Experten
[ein tolles Wort und eine ebensolche Berufsbezeichnung; ich m?chte auch gerne als "Experte f?r ..." gelten]
auf der Sendungsseite eine Hand voll Behauptungen, recherchiert und verifiziert oder widerlegt. Die immer in Diskussionen gebrauchten “Wie auch Ihnen bekannt sein sollte…” oder “Schon seit vielen Jahren ist bekannt, da?…”.
In der letzten Sendung wurde von Frau Koch-Mehrin gesagt, da? typisch weibliche Berufe wie bspw. Erzieher [oder Heilmittelerbringer, sag ich] f?r M?nner weniger attraktiv sein, weil M?nner die immer noch glauben die vorhandene Rollenerwartung des Ern?hrers nicht erf?llen zu k?nnen, da diese Berufe eher schlecht bezahlt sein.
Die Auskennerin vom Deutschen Jugend Institut hat festgestellt,
- “dass junge M?nner, die sich f?r diesen Beruf entscheiden, bef?rchten m?ssen, dass man sie als “Weichei” oder als “schwul” kurz als “unm?nnlich” einordnet.”
Und ein Auskenner von “Neue Wege f?r Jungs” fa?t es noch sch?n zusammen indem er sagt:
- “Die Umsetzung der Alleinern?hrerrolle kollidiert dann mit der schlechteren Bezahlung in diesen Berufsfeldern. Kinderbetreuung, Pflege und F?rsorge alter und kranker Menschen werden nach wie vor als ureigenste weibliche Arbeiten gesehen. Neben der schlechteren Bezahlung sind es also auch die stereotypen Zuschreibungen an M?nner und Frauen, die eine quantitative Erh?hung in diesen Berufsfeldern verhindern.”
Willkommen in meiner schwulen, schlechtbezahlten Welt!
Milde gestimmt und voll Dankbarkeit erf?llt hat mich bosch, der soeben eine Lanze Hammer, Ambo? und Steigb?gel f?r einen zukunftstr?chtigen Beruf brach.
Den Logop?den
Danke bosch.

