Ich sehe gerne Güterzügen beim Rangieren zu, habe ich mich eben erinnert, als ich auf dem Bahnhof wartete.
Vor 15 Jahren habe ich an einem S-Bahnhof gewohnt, an dem auch sehr gemäßigt Güterzüge hin- und herrangiert wurden. Das hatte auf mich etwas sehr Beruhigendes, wenn nachts dieses Klackern zu hören war, das die leicht angeschobenen Wagons machten, wenn sie über die alten Schienenstücke rollten.
Bitte morgen das Handtuch mitnehmen und einem sehr beeindruckenden, kreativen Menschen gedenken.
Danke Douglas Adams, auch Du hast mir in meinem Leben Impulse gegeben. Diese haben viel mit dem ersten und zweiten und dritten Lesen von “Die letzten ihrer Art” zu tun, als ich damals bemerkte.
Es war auch seine Art Worte so aneinanderzureihen, dass ich mich in seinen Erzählungen verlor, oder sogar neue Worte zu erschaffen und ein Lexikon zu schreiben. Dieses Benutzen von Sprache hat mich begeistert und ist auch ein Punkt für die Wahl meines derzeitigen Berufes gewesen.
Entweder es gibt wirklich Aufnahmen von übenden Orgelspielern [könnte das bitte jemand verifizieren], oder bei uns im Hinterhaus hat jemand eine ziemlich klangvolle Orgel.
Vor dem Fenster machen die Center-Friseusen ihre Raucherpause.
Es sieht aus, als ob sie sich entlausen, wenn sie sich gegenseitig die weißen Pappelblütenschneeflocken von der Kleidung und aus den Haaren picken.
“Frau Xy, wir haben seit 20 Min einen Termin. Warum sind sie denn nicht hier?”
“Oh, hab ick verjessen.”
“Sie wissen, daß sie jetzt eine Ausfallrechnung bekommen werden, wie es in den Therapievereinbarungen steht, die sie unterschrieben haben.”
“Watt? Ick soll dafür bezahlen, daß ick dit verjessen habe?”
“Ja Frau Xy, das habe ich Ihnen vorgelesen und erklärt, als sie zum ersten Termin zusammen mit ihrem Mann hier waren. … bla bla bla … Bestellpraxis … 45 Min nur für ihre Tochter zur Verfügung … Verdienstausfall … bekomme nur Geld für Behandlungen … (Der sich den Wolf erklärt)”
Ihre Tonlage ändert sich: “ Die Kleene ist aba beim Vater vasichert und der ist ‘innevent’.”
“Wie bitte?”
Ich glaube Triumph zu hören: “ Von dem kriegen se auch nüscht. Seit nem halben Jahr ist er innevent.”
Kann mir jemand einen guten Grund nennen, weshalb ich dieser Familie nicht die Behandlung aufkündigen soll?