Die letzte Aufgabe zum Lese-Sinn-Verständnis, in eier Reihe von Wahr-oder-Falsch-Fragen eben war:
"Ein Kilo Federn ist ebenso schwer wie ein Kilo Blei."
Wahr [ ] oder Lüge [ ]?
Damit wollte ich der Therapiestunde ein heiteres Ende geben. Ich lag so was von daneben. Jedwede Erklärung wurde von der [sprachlich expressiv guten] Patientin abgeschmettert. "Dit glob ick Ihnen nisch." "Ne, Blei is immer schwerer."
Auch der übertragene Vergleich, direkt vorgeführt, mit Watte und Holzklotz konnte sie nicht überzeugen."Ne, dit is ja wat ganz Anderes, mit dit Holz. Holz is leichter als Blei."
Nach weiteren Versuchen anderer Erklärungen und guten 5 Minuten Überziehen der Therapiezeit mußte ich die Sitzung abbrechen und die Patientin ging frustrierter nach Hause, als sie herkam.
Das entspricht mir so gar nicht. Anlasslose, aus mir selbst heraus entstandene Fröhlichkeit. Ich bin eher der realistisch-pessimistische Typ.
[Na mir wird schon noch was passieren/einfallen.]
update: Vielleicht ist es noch die Nachwirkung des Vortages, die trägt. Ein sonniges Seetag, spazieren, sehen und zwischendrin auf der leeren Terrasse speisen.