Sprachzentrum

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Jungs vs Mädchen

24. Juli 2009

Es gibt so ne und solche Wartezimmergespräche, die ich in der Praxis mithören kann. Heute war es aber so ein Solches.

Ich saß im Büro, konnte bei offener Tür mithören, wie sich eine Patientenmutter mit der Anderen unterhielt, die ohrenscheinlich schwanger ist.
Das Gepräch lief darauf hinaus, daß sie noch nicht wisse, ob sie einen weiteren Jungen, oder ein Mädchen zur Welt bringen würde. Ihre Gesprächspartnerin legte ein paar Vorteile eines Jungen dar und sagte dann [und ich schwöre, es ist wahr, genauso hat sie es gesagt.]

    und wenns ein Mädchen wird, dann kannst Du ihm Zöpfe flechten


Was soll ich logopädisch da tun?

Das Paradies

30. Juni 2009

Das Paradies kann sich an den unscheinbarsten Flecken dieses Planeten offenbaren.
Man muß nur die Augen offen halten, könnte meine Oma gesagt haben.

Hier versteckt es sich gleich hinter der Karl-Marx-Allee, in Berlin.

Paradies

click photo to enlarge; cc by me

Wenn es schon

3. Juni 2009

Wenn es schon Mal so beschissen läuft, daß ich bis Mitternacht in der Praxis, mit Arbeit (die sich nun gar nicht, aber auch sowas von gar nicht mehr weiter hinausschieben läßt) feststecke, dann kommt es richtig. \\nDer letzte Bus aus dem Märkischen Viertel in 10min ist nur noch mit Rennen zu bekommen und im Regen ohne Schirm ist Kinderdreck. Daß aber justament beim Zusammenpacken ein ekelhaft durchdringendes Geräusch von knackendem Metall und splitterndem Kunststoff ertönt, als ich den Rechner zuklappe, läßt in mir ein Gefühl von vor Wut Heulen und das Gerät aus dem Fenster schmeißen wollen emporsteigen. Leider bin ich zu sehr zu Selbstkontrolle erzogen worden, alsdaß ich dem nachgehen kann. Mein Frust entlädt sich durch einen kräftigen Tritt mit dem Spielbein gegen den Tisch. \\nJetzt warte ich im Regen auf den verspäteten Nachtbus und mein linker Fuß schmerzt.\nUpdate: Der Nachtbusfahrer fährt mit einem Stadtplan auf dem Lenker und hat eben schon erst gehalten, als Fahrgäste “stop, anhalten” riefen.

Solidaritäts-

22. April 2009

und Unterstützungsaufforderungslink. Bitte!

ist einfach die coolste Antwort, die man geben kann, wenn man von uninformierten, ahnungslosen Menschen im Fernsehen gefragt wird, wie denn die letzten zehn Jahre für einen persönlich und musikalisch waren?

“What has the past ten years been for you like? …  personal life, musical life?”

“It’s been OK, it’s had its ups and downs.

I’ve had a couple of children and I’ve written a few songs.”

“What would you like to expect in the next ten years? And how would you like it to be?”

“I’d like to be left alone. Have more kids. And write some more songs.”

direkt auf dem Gnadenstuhl platziert werden

Ich denke, einige sehen es als Arroganz, aber was soll man in diesem Rahmen und dazu sagen?

Und ich glaube, ich habe ihn dabei schon wieder lächeln sehen.


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